Willkommen

Trotz eines stressigen Alltags und vieler Aufgaben sehnen wir uns doch hĂ€ufig nach Sinn und einer (spirituellen) Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben. Ohne viel Zeit und Gedankenanstoß von außen fĂ€llt einem die BeschĂ€ftigung damit schwer.

Heaven on line bietet dazu eine unkomplizierte und vielfĂ€ltige Möglichkeit an. Mit den so genannten „Blauen Briefen“ versenden wir per Email in der Fasten- und Adventszeit Impulse zum Nachdenken, NachspĂŒren und zur Vertiefung eigener Lebensthemen und Glaubensfragen.

Mit der ein oder anderen Frage ist man ungern alleine unterwegs, dafĂŒr stehen ĂŒber 70 WeggefĂ€hrten und –gefĂ€hrtinnen zur VerfĂŒgung, die online den Weg durch die Fastenzeit begleiten.

Zur Zielgruppe gehören in erster Linie Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 35 Jahren. So sind die Blauen Briefe an einer jungen Aufmachen orientiert. Jedoch können auch alle Menschen, ĂŒber 35 Jahre, an heaven on line teilnehmen, wenn sie sich durch das Projekt angesprochen fĂŒhlen.

Ein Team aus zurzeit sieben Personen und einem Webmaster entwickelt die Impulse, verteilt die WeggefÀhrten und versendet die Blauen Briefe. Entstanden ist das Projekt im Jahr 2009 in der Jugendpastoral im Kreisdekanat Hattingen/ Schwelm des Bistums Essen. Seit 2012 liegt es in TrÀgerschaft des Exerzitienreferates des Bistum Essens in Kooperation mit der Jugendkirche TABGHA in Oberhausen.

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Einen „Blauen Brief“ von der Schule zu bekommen ist nichts Schönes. Wenn deine Eltern den in die Hand bekommen, ist wohl eine Strafpredigt angesagt. Ärger steht bevor, denn die schulischen Leistungen reichen nicht aus, um sorgenfrei einfach so weiter zu machen, wie bisher. Einen „Blauen Brief“ von der Schule bekommt niemand gerne.

Und doch verschickt Heaven on line ebenfalls „Blaue Briefe“ an dich. Wieso?

Ein „Blauer Brief“ hat etwas sehr wertvolles an sich. Er ist der zarte Hinweis, eine Seite an und in dir zu betrachten, bei der etwas nicht ganz rund lĂ€uft. Das mag der Einsatz oder das VerstĂ€ndnis fĂŒr ein einzelnes Schulfach sein. Das kann aber auch die innere Auseinandersetzung mit einem Thema sein, das dein Leben betrifft. Auch in deinem Leben lĂ€uft nicht immer alles Rund. Hier gibt es Ecken und Kanten, Reibungspunkte und inneren Zorn, der allzu oft in dir hochkocht.

Heaven on line fĂŒhrt dich mit seinen tĂ€glichen „Blauen Briefen“ an Orte in dir, in denen du herausgefordert bist, ĂŒber dich selbst und dein Leben nachzudenken. Wie sieht mein VerhĂ€ltnis zu meinen Mitmenschen aus? Wie gehe ich mit Traurigkeit, Wut, Angst und Freude um? Welche Rolle spielt Gott in meinem Leben? Bin ich wirklich in der Lage, meine GefĂŒhle zumindest mir selbst einzugestehen? Bin ich fĂ€hig, ĂŒber meine Gottesbeziehung nachzudenken?

Diese und viele andere (Lebens-)Themen greifen die „Blauen Briefe“ modern, kreativ und weltoffen auf. Du bist gefordert, es zuzulassen und dich darauf einzulassen. Lass dich – ermutigt durch einen „Blauen Brief“ – aufmerksam werden, dass auch du nicht perfekt bist, dass auch du nicht fĂŒr alle deine Lebensbereiche ein „sehr gut“ bekommst.

TEAM

Fastenzeit 2018

„Nur son GefĂŒhl“

„Wie geht‘s dir heute?“ „Ach, geht so.“ „Was heißt das?“ „Naja, ist nur son GefĂŒhl, kann ich nicht richtig sagen.“ Wer kennt das nicht – GefĂŒhle in Worte zu fassen, gar nicht so leicht. Hopp oder top – gut oder schlecht – viel prĂ€ziser wird es meist nicht. Wie geht‘s? „Oh, fantastisch, ich könnte BĂ€ume ausreißen, vor Dankbarkeit singen und tanzen, ich liebe das Leben.“

ODER

„Oh, naja, ich bin frustriert, Zweifel nagen an mir, ich habe Angst zu versagen, ich fĂŒhle mich angespannt und befangen.“ So etwas hört man doch eher selten.

Vielleicht weil es im Alltag oft dazwischen liegt - zwischen dem was war und dem was ist, zwischen Mut und Angst, zwischen VerÀnderung und BestÀndigkeit, zwischen Wut und ZÀrtlichkeit, zwischen Glaube und Sehnsucht, mal gemeinsam dann eher allein, zwischen Hoffen und Bangen.

Dazwischen – viel Platz fĂŒr GefĂŒhle, fĂŒr mehr als gut oder schlecht. In dieser Fastenzeit nehmen wir dich mit auf‘s GefĂŒhlskarussell. GefĂŒhle – Empfindungen und Regungen des Menschen: manchmal so gut zu beschreiben, oft erst einmal nur eine Ahnung, so schwierig in Worte zu fassen. Eben nur son GefĂŒhl. Gehe d(ein)en GefĂŒhlen auf die Spur.

Begleitung

Manchmal ist es eben nicht so einfach, sich mit Fragen des Glaubens, aber auch des Lebens, auseinanderzusetzen – schon gar nicht allein. Möglicherweise wird in der Fastenzeit das ein oder andere Thema wach, es kommen Fragen auf... Daher ist uns wichtig, dass Du nicht alleine unterwegs bist. Die WeggefĂ€hrten bei diesem Projekt sind vertraut mit der Seelsorge an anderen Menschen und freuen sich darauf, Dich wĂ€hrend der Zeit der „Exerzitien“ zu begleiten. Ein WeggefĂ€hrte ist nicht verpflichtend fĂŒr die Teilnahme. Ein jeder entscheidet fĂŒr sich selbst was ihm gut tut. Du hast die Wahl dich auf deinem Weg begleiten zu lassen.

WeggefÀhrten

Fahre mit der Maus ĂŒber die Bilder oder wĂ€hle mit der Maus ein Foto aus und dir wird der Name und eine kurze Beschreibung des WeggefĂ€hrten angezeigt.


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Jeweils im Blauen Brief am Samstag erinnern wir dich daran, dass du heute oder morgen deinem WeggefĂ€hrten/deiner WeggefĂ€hrtin deine Wochenmail schreiben darfst. Es ist deine Wochenreflexion, daher geht es nicht darum, was „man“ so schreiben sollte, was erwartet wird (von wem auch immer, z.B. vom WeggefĂ€hrten), sondern was dir in dieser Woche wichtig war/ist. Es geht bei der Mail nicht um die LĂ€nge, sondern um die QualitĂ€t und um Konzentration. Die Mail darf auch kurz und knapp sein, wenn sie deiner Meinung nach das Wesentliche enthĂ€lt.

Es geht um deinen ganz eigenen Schwerpunkt.

Du kannst dich auf die Impulse aus den Blauen Briefen beziehen, aber auch auf alles, was durch die Bilder, Clips, Lieder, konkreten Übungen, Gebete oder Texte ausgelöst wurde. Du musst nicht auf jeden Tagesimpuls reagieren. Viel hilfreicher ist es, ein einzelnes Thema ausfindig zu machen, gerade eines, das dir womöglich immer wieder aufgefallen ist. Und wenn du einmal spĂŒrst, dass es viele Themen sind, dann suche heraus, was dir daraus am wichtigsten erscheint. Falls du beim Nachsinnen nichts findest, das du schreiben möchtest, und alles bei dir ok ist, dann schicke zumindest eine kurze Mail an deinen WeggefĂ€hrten und teile ihm z.B. mit, dass es diese Woche nichts zu berichten gibt und dass es dir gut geht.

Also los, nun ganz konkret:

Wie beginne ich?
Du kannst z.B. mit einem kurzen Gebet beginnen, einem Durchatmen, eine Kerze anzĂŒnden, es dir ruhig und gemĂŒtlich einrichten. Dann lass dir zunĂ€chst zum NachspĂŒren Zeit: Was ist jetzt, am Ende der Woche, in mir lebendig?

Was schreibe ich?
Einzelne der folgenden Fragen können dich nun leiten: Welcher „Blaue Brief“ hat mich am meisten herausgefordert? Was davon beschĂ€ftigt mich noch? Was war mir aus dieser Woche wichtig? Oder: Was hat mich berĂŒhrt? Was möchte ich heute als gute Erfahrung mit meinem WeggefĂ€hrten teilen? Welche Frage ist bei mir im Laufe der Woche persönlich aufgetaucht? Welches persönliche Problem möchte ich ansprechen?

Wie schreibe ich?
Nun sammle die Gedanken, bĂŒndle sie und versuche, die wichtigsten oder den wichtigsten aufzuschreiben (am besten sofort als elektronischen Text). Es geht nicht darum, besonders druckreif zu schreiben, mache einfach erstmal einen „Schreibversuch“. Du kannst ja immer noch verĂ€ndern, was du als erstes geschrieben hast. Lies dir danach alles noch einmal durch, kĂŒrze, fasse zusammen, bring es auf den Punkt – oder ergĂ€nze, streiche oder formuliere um.

Was sende ich ab?
Zum Abschluss denke an deinen EmpfĂ€nger, deinen WeggefĂ€hrten. Wird er verstehen können, was du geschrieben hast? Wenn du meinst, dass du ausgedrĂŒckt hast, was du mitteilen wolltest, dann schick die Mail ab.

Und nun?
Dein WeggefĂ€hrte wird sich dann Zeit lassen (meistens einen Tag), deine Mail zu lesen und darĂŒber nachzudenken und mit dem, was du geschrieben hast, fĂŒr dich zu beten. Du kannst im Laufe des montags, spĂ€testens jedoch dienstags mit einer Antwort rechnen. Dein WeggefĂ€hrte schreibt dir nur einmal in der Woche. Wenn du die Antwort bekommen hast, nimm dir Zeit und Ruhe, sie zu lesen und lass sie auch nachklingen. Klar ist, dass nicht alle Fragen beantwortet, nicht alle Probleme gelöst und nicht alle Themen erschöpfend erlĂ€utert werden können, schon gar nicht in einer einzigen Mail. Nimm dir das aus der Antwort, was fĂŒr dich hilfreich ist, und geh damit innerlich einfach in der neuen Woche weiter. Vieles wird sich zusammenfĂŒgen und mit manchem Thema wirst du vielleicht einen kleinen Schritt weiter kommen. Denk daran: Es muss nicht alles auf einmal „fertig“ werden! Gott hat Zeit fĂŒr dich – und er schenkt auch Geduld und Beharrlichkeit. In der nĂ€chsten Wochenmail am Ende dieser neuen Woche kannst du dich auf das beziehen, was geschrieben wurde. Du kannst schauen, was weiter gegangen ist oder sich verĂ€ndert hat, oder ein ganz anderes Thema aufgreifen. Auch ĂŒber die Antwortmail deines WeggefĂ€hrten hinaus wird deine WeggefĂ€hrtin/dein WeggefĂ€hrte dich im Gebet wĂ€hrend der ganzen Zeit bis Ostern begleiten, in allen deinen Themen. Du kannst auch fĂŒr ihn oder sie beten.

NatĂŒrlich bist du frei, zu schauen, was dir gut tut und welcher Rahmen dir am meisten zusagt. Befreie dich von dem Anspruch, jeden Tag den gesamten Impuls bearbeiten zu mĂŒssen. Bleib mit deiner Aufmerksamkeit bei dem, was dich anspricht, auch wenn das nur ein Wort ist. Falls du die Blauen Briefe gemeinsam mit anderen liest, achtet darauf, dass jede/r genĂŒgend Zeit fĂŒr sich persönlich hat, bevor ihr in den Austausch kommt.

  • Vorbereitung der Auszeit:
  • Ich suche mir einen Ort, an dem ich ungestört bin.
  • Wenn möglich, zĂŒnde ich eine Kerze an.
  • Ich lege mir Notizheft/ Papier und Stift bereit.
  • Ich schließe alle Programme, Chatrooms, schalte mein Smartphone/Handy aus bzw. auf lautlos 
 und habe nur die Heaven on line – Mail vor Augen.
  • Ich wĂ€hle eine Haltung, in der mein Körper entspannt ist.
  • Gestaltung der Auszeit:
  • Ich mache mir bewusst, dass in der nĂ€chsten Zeit keine Leistung von mir erwartet wird, sondern dass ich einfach die Zeit mit mir und in der Gegenwart Gottes genießen darf.
  • Ich spreche ein Vorbereitungsgebet.
  • Ich höre / lese den Impuls.
  • Ich nehme mir Zeit, um den Impuls wirken zu lassen.
  • Wenn ich merke, dass meine Gedanken abschweifen, hole ich mir den Impuls neu vor Augen.
  • Ich notiere, was mir besonders wichtig war.
  • Ich beschließe die Auszeit mit dem Kreuzzeichen oder einer Geste, die mir gut tut.
  • Gott, öffne mir die Augen, mach weit meinen Blick und mein Interesse, damit ich sehen kann, was ich noch nicht erkenne.
    Gott, öffne mir die Ohren, mach mich hellhörig, damit ich hören kann, was neu fĂŒr mich ist.
    Gott, schenk mir ein vertrauendes Herz, das sich deinem Wort ĂŒberlĂ€sst und zu tun wagt,
    was es noch nicht getan hat.
    Herr, hilf mir dabei, mich von dir rufen und verÀndern zu lasse.
    Amen. (nach Ignatius von Loyola)

    Atme in mir, Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
    Treibe mich, Heiliger Geist, dass ich Heiliges wirke.
    Locke mich, Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
    StĂ€rke mich, heiliger Geist, dass ich Heiliges hĂŒte.
    HĂŒte mich, Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere. (Augustinus)

    Vater unser im Himmel,
    geheiligt werde dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe
    wie im Himmel so auf Erden.
    Unser tÀgliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und fĂŒhre uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
    In Ewigkeit. Amen.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

    Guter Gott,
    wenn ich dich auch nicht spĂŒre, weiß ich doch: Du bist da.
    Begleite mich, wenn ich jetzt mir und meinem Leben auf die Spur gehe. Denn mit dir an der Seite fÀllt
    es mir leichter und ich fĂŒhle mich sicher. Amen.

    Jesus Christus,
    du bist der Freund und Bruder aller Menschen. Sei in dieser Fastenzeit, und besonders jetzt bei der
    Auszeit, wie ein guter Freund an meiner Seite. Amen.
    Heiliger Geist,
    beten ist wie eine Reise ins Innere. Sei mein Wegbegleiter auf diesem Weg, fĂŒhre und stĂ€rke mich. Auch und gerade dann, wenn die Reise holperig und mĂŒhsam ist. Amen.

    Heiliger Geist, beten ist wie eine Reise ins Innere. Sei mein Wegbegleiter auf diesem Weg, fĂŒhre und stĂ€rke mich. Auch und gerade dann, wenn die Reise holperig und mĂŒhsam ist. Amen.

    Anmeldung

    Hier kannst Du Dich fĂŒr Heaven on line anmelden. Nach der Anmeldung erhĂ€lst du eine Email mit einem BestĂ€tigungslink. Bitte folge den Anweisungen in dieser Email, um die Anmeldung abzuschließen. Viel Spaß mit den Blauen Briefen!